Feuerwehr Thalwil-Oberrieden treibt «Tetris-Challenge» auf die Spitze

Einmal ein Polizeiauto ausräumen und aus der Luft fotografieren: Eine Aktion der Kantonspolizei Zürich hat in der Region Nachahmer gefunden.

Was ist eigentlich alles in einem Polizeiauto drin? Diese Frage stand am Anfang einer Aktion der Kantonspolizei Zürich. Zwei Verkehrspolizisten leerten ihr Auto, drapierten die Gegenstände fein säuberlich neben den Streifenwagen und legten sich hinzu. Danach fotografierten sie sich aus der Luft. Das Bild geht seit Anfang Monat auf Social Media viral.

Dutzende von Polizeikorps und Rettungsorganisationen zogen nach. Die sogenannte #TetrisChallenge – benannt nach dem Kult-Computer-Spiel Tetris – war international lanciert. Nun hat die Feuerwehr Thalwil-Oberrieden nachgezogen – und wie. Mehr als ein Dutzend Feuerwehrleute haben sich am Samstag getroffen um die Tetris-Challenge als erste Blaulichtorganisation auch im Video festzuhalten. Im Zeitraffer sieht man, wie die Feuerwehrleute Schläuche ausräumen, Leitern bereitlegen und hunderte von kleinen Gegenständen sortieren.

In der Freizeit umgesetzt

«Es ist eine Freizeitgeschichte», sagt Christian Kling, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Thalwil-Oberrieden. Gemeinsam sei die Idee entstanden, auch an der Tetris-Challenge mitzumachen. «Und wie das halt so ist, ergibt eine Idee die nächste».

Gefilmt haben die Feuerwehrleute ihre Challenge mit einer kleinen Actioncam, montiert auf der 30 Meter hohen Drehleiter. Um das Video zu perfektionieren haben die Rettungskräfte den Zeitrafferfilm mit der Original Tetris-Musik unterlegt. Nebst Kling hat vor allem auch Philipp Meier am Video mitgewirkt.

Sorgen, dass die Feuerwehr in der Filmzeit nicht einsatzbereit gewesen wäre, seien unbegründet sagt Kling. «Wir haben nur eine Stunde lang gefilmt – und das Auto auch ohne Eile in 15 Minuten wieder korrekt ausgerüstet.» Zudem wäre ein zweites Löschfahrzeug sofort einsatzbereit gewesen.

Reaktionen aus Holland

Seit dem Wochenende haben mehrere Tausend Personen das Video der Feuerwehr Thalwil-Oberrieden gesehen. Positive Reaktionen habe etwa die Kantonspolizei Zürich übermittelt, erzählt Kling. Aber nicht nur: Eine holländische Feuerwehr habe das Video als «Next Level» bezeichnet.

Insgeheim hoffen die Thalwiler und Oberriedner also, dass andere Korps mit kreativen Filmen nachziehen. Noch besser wäre aber, so hofft Kling, wenn das Video den einen oder anderen dazu ermuntert, bei der Feuerwehr mitzumachen. Denn im Ernstfall zählt nicht nur ein gut ausgerüstetes Feuerwehrauto, sondern jede helfende Hand.

Original-Beitrag

Text
Zürichsee Zeitung
Conradin Knabenhans

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